Alles läuft super und dann passiert das:

Dieses Lesezeichen war nur noch für die Tonne gut.
Oft sind es Kleinigkeiten, die die Lösung sind und somit das Problem beseitigen.

Das Filament flattert schön vor sich hin und haftet einfach nicht. Besonders ärgerlich, wenn man das erst recht spät im Druck bemerkt. Die Fehler hierfür können vielseitig sein. In meinem Fall gab es zwei Lösungen, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Die Lösung

Das Druckbett mit 99,9% igem Isopropanol reinigen, ist die erste Maßnahme. Natürlich nur, wenn das Druckbett kalt ist. Ich habe erst eine Mischung aus Isopropanol und destilliertem Wasser genommen, aber das brachte keinerlei Erfolg. 99,9%iges Iso bekommt man bei diversen Onlineanbietern. Wenn man es ganz teuer kaufen will, kann man auch zur Apotheke gehen. Diese haben jedoch im wahrsten Sinne des Wortes „Apothekerpreise“. Nach dem Reinigen habe ich das Druckbett auf die gewünschte Temperatur hochgefahren (die Temperatur in der auch gedruckt werden soll). In meinem Fall war das 220 Grad.

Anschließend habe ich neu gelevelt! Dabei wird das Druckbett (wo drauf gedruckt wird) so in der Höhe verstellt, dass das Hotend (da wo das flüssige Filament raus- und durchläuft) genau die richtige Höhe hat. Sollte der Drucker mal verschoben werden oder einige Schrauben nachgezogen werden müssen, ist es hier wichtig neu zu leveln. Mitunter muss man das auch tun, wenn man in anderen Temperaturen druckt. Immer mit der Temperatur leveln, in der auch gedruckt werden soll. Mitunter habe ich es schon erlebt, dass ich das Druckbett perfekt gelevelt habe und während des Drucks nur die Ablösung des Filaments zu sehen war. Also im Zweifel einmal mehr! Man kann im jeweiligen Druckermenü auswählen, dass man das Druckbett einstellen möchte. Dazu benötigt man entweder einen Kassenbon (da das Papier recht dünn ist) oder im Idealfall nutzt man eine Fühllehre (dies ist ein Metallstück mit einer Dicke von 0.05 mm). Wenn man nun die Punkte anfährt bzw. der Drucker diese anfährt, hält man die Fühllehre oder das Papier darunter und muss selbiges noch bewegen können ohne, dass es zu fest ist oder gar das Papier reißt. Wenn das Papier nicht reißt und sich mitsamt Reibung noch bewegen lässt oder die Fühllehre sich ebenso noch bewegen lässt, dann nimmt man den nächsten Punkt. Die meisten Druckbetten haben 5 Punkte die sie anfahren. Hierbei achte ich auch besonders auf den mittleren Punkt, da dieser oft zu straff bzw. zu eng ist oder viel zu weit weg vom Hotend. Nachdem man alles gelevelt hat sollte das Filament wieder vernünftig haften können. Viel Spaß mit dem gelungenen Druck!