Da steht er jetzt aufgebaut und druckt die ersten Heattower, damit ich besser einschätzen kann, welche Temperatur ideal für das Filament ist. Für jedes Filament gelten andere Regeln und Temperaturen. Was das Filament ist? Der harte „Plastikfaden“, der durch den Extruder und das Hotend läuft, damit das Filament warm wird und schmilzt und eine 1 mm hohe und breite Schicht auf das Druckbett gelangt.

Klingt alles deutlich komplizierter als es ist. Nachdem man sich erst einmal damit auseinander gesetzt hat, dass man viele Einstellungen im Blick haben muss, der Drucker vor einem steht und die ersten Objekte entstehen, gibt es nur noch ein Grenze der Umsetzung und die ist die eigene Beschränktheit. Denn eigentlich kann man mit einem 3D Drucker alles machen, was man sich so vorstellt. Braucht man eine Tasse? Dann druckt man sich eine. Braucht man noch einen Stiftebecher? Dann druckt man sich selbigen. Man kann sogar Fahrräder und Autos drucken, wenn man das nötige Kleingeld und den jeweiligen Drucker dafür hat. Alles ist möglich, man muss nur eine gewisse Bereitschaft mit sich bringen.

Für welchen Personenkreis kann ich 3D Druck empfehlen?
Wenn du gerne bastelst und gerne am PC arbeitest und/oder kreativ bist, dann bist du genau die richtige Art Mensch dafür!

Denn ganz ohne Einstellungen in der jeweiligen Drucksoftware, die im 3D Druck „Slicer“ genannt wird, geht es nicht. Man muss grundlegend verstehen, wie der Druck funktioniert und woran es liegen könnte, wenn es Probleme gibt. Ja es gibt Foren und YouTube, aber man muss zumindest eine Ahnung haben, was da ungefähr schief läuft. Steht man dann wie Ochs vorm Berg und weiß gar nicht was da eigentlich abgeht, ist man hier gänzlich falsch. Auch das Austauschen von dem ein oder anderen Teil ist mal mitunter nötig und kann bzw. sollte realisiert werden können. Hier wären zwei linke Hände auch gänzlich falsch.

Wenn´s dann mal läuft!
Ich habe einen „Artillery Sidewinder X1“ und dieser ist nur bedingt modifiziert. Alle weiteren Modifizierungen habe ich selbst gedruckt bzw. realisiert. Mit diversen Vorlagen auf „Thingiverse“ wird man erst einmal ein sehr glücklicher Mensch. Sucht man etwas, wird man hier sehr schnell fündig. Sollte dann der Karren mal im Sand feststecken, kann man sich natürlich im Netz belesen, obwohl ich hier auch vorsichtig wäre, denn sehr oft haben viele Menschen viele Ideen, die nicht immer genau die Richtigen sind oder nicht gleich passen. Die 3D Druck Community ist da durchaus kompetent. Das Gute am 3D Druck ist, dass Teile nicht gleich ein Vermögen kosten und man auch so gut wie alles austauschen kann. Es gibt sogar findige 3D Druck Nutzer, die sich ihren eigenen 3D Drucker drucken. Es geht nicht sofort etwas kaputt und es ist egal, wenn der Drucker mal kurz „in der Luft“ druckt, weil eine Stützstruktur o. Ä. fehlt.

Ich hatte auch schon einmal das Problem, dass die Sicherung rausflog und der Druck abgebrochen wurde. Dann muss man sachte mal den „Extruder“ (im Prinzip den Druckkopf) nach oben fahren und von vorne anfangen. Was ich allerdings nicht gemacht habe. Ich jagte erst einmal den gesamten Extruder durch das schon gedruckte Objekt. Das war nicht ganz so glücklich, aber es ging dann mit dem sanften Hochfahren wieder von vorne los.

Die Zeit darf man nicht außer Acht lassen. Manche Drucke können Stunden oder Tage dauern! Je nach Größe und Genauigkeit.

Bald gibt es mehr zum 3D Druck. Bis dahin bleibt gesund!

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